The Twilight Saga: Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2

Originaltitel

Land/Jahr

Genre

Laufzeit

 

Regie

Drehbuch

Darsteller

The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 2

USA; 2012

Fantasy, Romantik

115 min

 

Bill Condon

Melissa Rosenberg

Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Peter Facinelli, Elizabeth Reaser, Ashley Greene

 


Seitdem Bella am Ende von "Breaking Dawn - Part 1" aus ihrem postnatalen Schneewittchen-Schlaf erwacht ist, können die Fans den Kinostart des letzten Teils kaum noch erwarten. Doch ist Bill Condon ein würdiger Abschluss dieser prüdesten Vampirsaga aller Zeiten gelungen?

Die Schwarzen Untoten Blutgetränkten Waschlappen
Die Schwarzen Untoten Blutgetränkten Waschlappen

Damit Bella Cullen (Kristen Stewart) die Geburt ihrer Tochter Renesmée überleben konnte, musste ihr Mann Edward (Robert Pattinson) sie zu einem Vampir machen. Stärker und glücklicher denn je, geniesst sie seither ihre neuen Fähigkeiten, muss zuerst aber ihren starken Blutdurst unter Kontrolle bringen. Auch ihre Tochter, halb Mensch, halb Vampir, wächst unglaublich schnell und geniesst Bellas volle Aufmerksamkeit. Doch dann erfährt der Vampirclan der Volturi von dem Kind und glaubt an einen schweren Codexverstoss seitens der Cullens. Weil darauf die Todesstrafe steht und ein baldiger Angriff droht, holen sich Bella und ihre neue Familie Hilfe von Verwandten aus der ganzen Welt. Doch werden sie es zusammen schaffen, die Volturi von ihrer Unschuld zu überzeugen?

 

Der arme Rezensent musste sich als Vorbereitung zu dieser Kritik gleich alle Twilight-Filme am Stück ansehen. Diese sind ja bekanntlich für jeden Horrorfilmfan der Horror und lassen mit ihrer prüden Geschichte eigentlich nur Teenie-Mädchenherzen höher schlagen.

In Punkto Action hat Bill Condon aber in diesem letzten Teil einen ganzen (Reiß-)Zahn zugelegt, und auch die Menge an Gewalt hat sich im Vergleich zu den anderen Teilen gesteigert.

 

Bei der Titelsequenz haben sich die Filmemacher Visuell schon mal richtig ins Zeug gelegt und zeigen uns in kalten Schwarz-, Weiss- und Rottönen verschneite Berglandschaften und wachsende Eiskristalle. Dann beginnt die eigentliche Geschichte, und kaum ist Bella als Vampir zu neuem Leben erwacht, geht es auch schon im blauen Abendkleid auf die Jagd.

Die schmachtenden Teenie-Mädchen müssen sich, anders als im vorherigen Teil, erst einmal 20 Minuten gedulden, bis Taylor Lautner sein Shirt auszieht. Diese Szene ist dann auch einer der wenigen witzigen Momente im Film, denn ansonsten wird ein ernsterer Ton angeschlagen.

Doch insbesondere auf Schnulzensongs muss weiterhin nicht verzichtet werden und sie dominieren den Soundtrack, währenddem es Carter Burwells Filmmusik kaum schafft herauszustechen. Nur in der Szene als sich die verfeindeten Vampirclans gegenüberstehen, gelingt es ihm, mit seinem Score für Stimmung zu sorgen. Da fühlt sich der geübte Cineast durch die leisen Chöre sogar ein wenig an die Musik aus Roman Polanskis "Tanz der Vampire" erinnert.

 

Aus Kristen Stewart ist nicht über Nacht eine gute Schauspielerin geworden; sie macht ihre Sache aber besser als noch im ersten Film und man merkt, dass ihr die Rolle der starken Vampirlady Spass gemacht hat.

Auch der Rest der Schauspieler, genauso wie die Regie, kommt routiniert und ohne grosse Ecken und Kanten daher, allerdings ohne Charaktertiefen und die Figuren bleiben blass wie das Vampir Make-up. Einzig Michael Sheen sorgt als Vampiroberhaupt Aro für ein wenig Leinwandpräsenz.

 

Die computeranimierten Wölfe haben sich in ihrem Aussehen nicht besonders verbessert, sind aber akzeptabel, ganz im Gegensatz zu der Figur des Babys Renesmée, das irgendwie künstlich, fast schon gruselig daher kommt. Warum hier genau auf digitale Effekte zurückgegriffen wurde, anstatt ein richtiges Kind zu nehmen ist schwer nachzuvollziehen.

Nach dem dramaturgischen Aufbau, bei dem eine ganze Horde von neuen Vampircharakteren vorgestellt wird (und irgendwie in manchen Szenen an die Gefährten der "Herr der Ringe"-Filme erinnern), kommt endlich die lang herbeigesehnte Schlacht. Im Kampf zwischen den Cullens und ihren Helfern gegen den Clan der Volturi bekommt man endlich die Art Action zu sehen, welche man sich bereits im dritten Teil der Saga gewünscht hatte. Obwohl immer noch kein Blut fliesst, ist der Film doch um einiges Brutaler als seine Vorgänger, und es werden in Nahaufnahme Köpfe abgeschlagen und Kiefer auseinandergerissen. Dadurch haben auch die männlichen Zuschauer, die von ihren Freundinnen ins Kino gezerrt werden, etwas worüber sie sich freuen können.

Diese Schlachtenszene endet unerwartet und macht, trotz der Einfachheit, selbst alteingesessenen Kinogängern Freude.

Das endgültige Finale - wieder im Blumenmeer - ist dann demgegenüber wieder arg Schnulzig und es ist wunderlich, dass die Kinoleinwand nicht trieft, von all dem Schmalz der da gezeigt wird.

Fakt ist auch, dass sich vermutlich jeder dritte Zuschauer am Ende des Films einen "Volvo" kaufen möchte, denn mit Product Placement wurde nicht gegeizt, und das Auto wird so schön in die Schneelandschaft integriert, dass man die Szene direkt in eine Autowerbung schneiden könnte.

 

Fazit:

Trotz dem nach wie vor enthaltenen Kitsch, welcher Mädchenherzen schmachten lässt, ist Regisseur Bill Condon mit "Breaking Dawn – Part 2" ein handwerklich routinierter Abschluss der Saga gelungen. In manchen Szenen um einiges gewalttätiger als die vorherigen Teile, bleibt besonders die Schlacht gegen die Volturi-Vampire in Erinnerung. Die Figuren sind zwar alle sehr oberflächlich – tiefe Charakterzeichnungen sucht man vergebens – erfüllen aber ihren Part und sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Wer die Filme bisher mochte, wird auch mit diesem letzten Teil zufrieden sein, auch wenn die digitalen Effekte nicht immer überzeugen. Tatsächlich ist dieser Teil, gerade wegen der vorhandenen Action, einer der besseren dieser Vampirsaga.

Wer aber mit den enthaltsamen Vampiren nichts anfangen kann, der kann sich auf die romantische Zombiekomödie "Warm Bodies" freuen, denn daran werden vermutlich auch eingefleischte Horrorfans ihre Freude haben.

 

Bewertung: 4.5/10

Autor | Yves Albrecht

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Kommentare: 12
  • #1

    Harry (Samstag, 17 November 2012 13:50)

    Hi,
    und weil das mit dem Product Placement im Film so schön war, hast Du es gleich mal für das Review übernommen? (Als Scherz deklariert)

  • #2

    wróżki (Montag, 28 November 2016 16:37)

    postradziecki

  • #3

    psychic reading (Dienstag, 29 November 2016 00:31)

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