Star Wars: Episode VII - The Force Awakens (2015)

Originaltitel

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 Regie

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 Darsteller

 

Star Wars: Episode VII - The Force Awakens

USA; 2015

Abenteuer, Fantasy, Sci-Fi

136 min

 

J.J. Abrams

Lawrence Kasdan, J.J. Abrams, Michael Arndt

Daisy Ridley, Carrie Fisher, Mark Hamill, Billie Lourd, Adam Driver, John Boyega, Gwendoline Christie, Harrison Ford, Peter Mayhew, Oscar Isaac, Domnhall Gleeson, Simon Pegg, Andy Serkis, Lupita Nyong'o, Kenny Baker, Warwick Davis, Max von Sydow


Das Warten hat ein Ende. Der neue „Star Wars“-Film, der siebte Teil der Reihe, ist endlich da. Seit der Übernahme von Lucas-Film durch Disney hat sich die Menge an Gerüchten über die neue Filmtrilogie und das Merchandise ins unermessliche gesteigert. (Ich brauche unbedingt einen Darth Vader-Seifenspender). Und wie hält sich der neue Film im Vergleich zur genialen Filmtrilogie (1977-1983) und zur nicht so genialen Prequel-Trilogie (1999-2005)?

Der Grosse Diktator?
Der Grosse Diktator?

Darth Vader und der Imperator mögen tot und ihr Todesstern zerstört sein, doch die dunkle Seite der Macht will nicht ruhen und so ist aus den Trümmern des Imperiums die „First Order“ herangewachsen, um Krieg gegen die Republik zu führen. Luke Skywalker (Mark Hamill), der legendäre Jedi-Ritter, ist derweilen untergetaucht und wird verzweifelt von beiden Seiten gesucht – ist er doch der letzte, der Balance in die Macht bringen kann.

So schickt Admiral Leia Organa (Carrie Fisher) auch ihren besten Piloten los um eine Karte aufzuspüren, die zu Luke führen soll. Doch kaum hält Pilot Poe Dameron (Oscar Isaac) die Karte in Händen taucht bereits die First Order rund um ihren Befehlshaber Kylo Ren (Adam Driver) auf und Poe gelingt es vor seiner Gefangennahme gerade noch die Karte in seinem Roboter BB8 zu verstecken und diesen alleine in die Wüste des Planten Jakku losziehen zu lassen.

Dort trifft der kleine Roboter auf Rey (Daisy Ridley), die ihren Lebensunterhalt mit der Plünderung von alten Raumschiffen bestreitet. Und bald ist auch sie mittendrin im Kampf gegen das Böse...

 

„Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht“ ist vor allem eines: Fan-Service.

Wie Regisseur J.J. Abrams in Interviews sagte ist es ein Film der allen gefallen soll. Und das wird er wohl auch. Er wird nie langweilig, überzeugt mit guten, oft noch handgemachten, Effekten und Sets (anders als bei den Prequels, die beinahe komplett mit Blue-Screens im Studio gedreht wurden) zeigt gute Darsteller und unendlich viele Anspielungen auf die Originaltrilogie.

Doch im letzten Punkt liegt wohl auch das, was anspruchsvolle Kinogänger enttäuschen wird.

 

Denn der neue „Star Wars“ fühlt sich an wie ein Fan-Film mit grossem Budget – was er ja auch ist, sind doch wohl merklich alle Beteiligten grosse Fans der alten Filme.

Doch die Handlung ist damit insofern etwas enttäuschend ausgefallen, da es sich um die gleiche Handelt wie bei „Star Wars“ (1977) handelt.

Man hat als Zuschauer bald das Gefühl, dass einfach des ursprüngliche Drehbuch genommen, und entsprechend für eine Fortsetzung umgeschrieben wurde.

Handlungsstruktur, Tempo, Dramaturgie, Handlungspunkte sind alle dieselben – vermutlich frei nach George Lucas: “It's like poetry. They rhyme.” Also, dass sich jeder alte Trilogie-Teil mit dem neuen Teil der neuen Trilogie Reimt, wie bei einem Gedicht.

 

Auch manche Elemente der alten Filme wirken hin und wieder etwas erzwungen in den Film hineingeschrieben. Bestes Beispiel hierfür ist der Roboter C3PO, der mit seiner naiven Dusseligkeit nicht mehr in den neuen Film passen will und nur auftaucht um die Fans zufriedenzustellen.

Doch werden nun viele Sagen, dass ich mich auf hohem Niveau beschwere. Der Film ist nämlich wirklich gut, unterhaltsam und macht spass, was man beispielsweise über die Prequel-Trilogie nicht behaupten kann. Dennoch währe ein bisschen mehr Mut seitens des Drehbuchs wünschenswert gewesen.

 

Fazit:

Star Wars: Episode VII - The Force Awakens“ wird den Fans sicher gefallen und Mickey Mouse seine investierten Millionen locker wieder einspielen.

Es ist ein grosser Fan-Film geworden, der einen sogleich zu den alten Filmen zurückkatapultiert und den Zuschauern mit den altbekannten und den neuen Charakteren mitfiebern lässt. Allerdings wurde in Punkto Drehbuch etwas zu sehr auf Sicher gespielt und so kopiert dieser neue Teil den ersten „Star Wars“ von 1977 praktisch Schritt für Schritt.

Doch J.J. Abrams ist ein geeigneter Regisseur für den Stoff und so schafft er es, dass es dem Zuschauer nie langweilig wird und die Effekte, die für einen Film dieser Art noch zu grossem Teil handgemacht sind, können wahrlich begeistern.

Nun beginnt das Warten auf Episode VIII. Zum glück kann ich mit die Zeit mit einem „Darth Vader“-Toaster verkürzen...

 

Bewertung: 8.5/10

Autor | Yves Albrecht

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